Ausgabe 1/14

Berührungs­punkte.

Anfassen erlaubt.
Die Technikexperten der epicto GmbH zwischen „High Tech“ und „High Touch“.

Die Veranstaltungs- und Eventwirtschaft hat seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland eine bewegte Geschichte durchlebt und bis heute ein äußerst positives Ergebnis abgeliefert. Laut aktuellen Informationen des Europäischen Instituts für Tagungswirtschaft GmbH fanden im Jahre 2012 rund 2,97 Millionen Meetings- & Events statt, die von etwa 362 Millionen Menschen besucht wurden. Damit liegt Deutschland weltweit hinter den USA auf Rang 2. Ebenso wurde in dieser Studie das immer weiter verbesserte Image im internationalen Länderranking hervorgehoben, in dem Deutschland innerhalb Europas klar auf Platz 1 positioniert ist.

Die Frage ist, was sind die Gründe für dieses beeindruckende Abschneiden der deutschen Veranstaltung- & Eventwirtschaft im internationalen Ländervergleich? Sicher spielt die einzigartige Locationlandschaft eine große Rolle, sowie die traditionelle Zuverlässigkeit der Dienstleister, welche durch die Konkurrenzsituation weiter angetrieben wird. Es sind aber auch andere, individuellere Punkte, die den Unterschied ausmachen.

An einem Fallbeispiel wollen wir herausfinden und erläutern, mit welchen innovativen Strukturen, Methoden und neuen Ideen manche Unternehmen versuchen, neben der ‒ fast selbstverständlichen ‒ Qualität einen besonderen USP zu generieren, der sie auf der einen Seite einzigartig macht, auf der anderen Seite aber das Niveau der Gesamtszene anhebt und anregt.

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Technisches Equipment

 

Mitten in der Metropolregion zwischen Heidelberg und Mannheim gelegen, hat sich die epicto GmbH seit der Gründung im Jahr 2006 zu einem branchenbestimmenden Unternehmen in der Medien- und Veranstaltungstechnik entwickelt, welches hochkarätige Kunden u.a. aus der Industrie wie SAP, John Deere und aus der Musikszene wie Peter Maffay, PUR und Udo Lindenberg betreut.

Von Beginn an setzte der Geschäftsführer der epicto GmbH, Michael Schenk, auf den Slogan „High Tech & High Touch“, der alles Denken und jede Tätigkeit dieser Firma bis heute grundlegend bestimmt.

Unter dem Begriff „High Tech“ sind klassischerweise die technischen Produkte subsummiert, die in regelmäßigen Abständen aktualisiert und mit hohem finanziellen Aufwand auf den neuesten Stand gebracht werden. So investiert das mittelständische Unternehmen jedes Jahr etwa 1 Million Euro in den Technikpark. Folgerichtig wird in gleichem Maße anschließend die Ausbildung der Mitarbeiter in der eigenen Akademie in die Wege geleitet, um so die Kontinuität der Qualität konsequent zu gewährleisten. Das inhaltliche Niveau der Akademie ist hoch und wird von der Fakultät für Messe-, Kongress- und Eventmanagement der Dualen Hochschule Baden Württemberg in Mannheim zur praktischen Wissensvermittlung ihrer Studenten regelmäßig in Anspruch genommen. Somit ist die epicto GmbH Ausbildungspartner und akademischer Lehrbetrieb der DHBW.

Sind die oben genannten Punkte eher die Folge einer konsequenten Unternehmensstrategie, die durch Sachlichkeit, Technik und Qualitätssicherung geprägt ist, so ist „High Touch“ ein aus sich heraus, selbstverständliches Handeln und persönliches Empfinden dem Kunden gegenüber. Der Effekt ist ein vertrauensvolles Verhältnis, das sehr persönlich sein kann, primär aber arbeits- bzw. projektorientiert ist.

Ein wichtiges Beispiel hierfür ist das von epicto entwickelte und installierte SHOWLABOR, welches zudem „High Tech“ und „High Touch“ in idealer Weise verbindet. Weltweit einzigartig können hier aufwendige Projekte an einem 1:10- Modell ‒ quasi „in vitro“ und unter Laborbedingungen ‒ erarbeitet werden. Neben der Musikband PUR und Peter Maffay nutzt Udo Lindenberg regelmäßig das SHOWLABOR für die Realisation seiner überaus kreativen Ideen, die nicht immer leicht umsetzbar sind. Udo Lindenberg will nichts Bewährtes, er will Spektakuläres! Und dies kann im virtuellen Studio filigran geplant und getestet werden. Während der Phase der Ideenfindung für seine Tour „Ich mach´mein Ding“ suchte Udo Lindenberg nach einer Besonderheit für seine Show, welche das Bühnenbild um eine Dimension erweitern sollte. Auf einem großen Zeppelin wollte er über die Bühne schweben und anschließend dort landen, um dann seine Show weiterzuführen.

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Eine Zeichnung von Udo Lindenberg

 

Hier setzt die Hamburger Pop-Legende auf seinen bewährten Weggefährten und „Geheimrat“ Günter Jäckle, mit dem er seit 1984 seine Bühnenshows realisiert und der in Edingen-Neckarhausen in den Räumen der epicto GmbH das SHOWLABOR eingerichtet hat. Udo hat nur etwa 10 Leute, denen er absolut vertraut, die nennt er „die Geheimräte“ und außchliesslich mit ihnen „laboriert er in geheimen Laboren“.

Nach 35 Jahren, in denen Udo Lindenberg immer am Timmendorfer Strand mit seiner Band geprobt hat, kommt er nun in die Metropolregion Rhein-Neckar. Und Udo steht auf Mannheim und die Region. Er fühlt sich wohl in Edingen-Neckarhausen, seiner „Interims- Panikzentrale“. Mit Günter sitzt er nächtelang zusammen, feilt an den Ideen, die dann nach und nach in ein 1:10- Modell umgesetzt werden. Vorbei sind die Zeiten, als sich die Perfektion im Lauf der Auftritte entwickelt hat und die ersten Shows zu Generalproben wurden.

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Das fertige Bühnenbild in der Lanxess Arena

 

Das Motto: anfassen und ausprobieren! Es entsteht nicht nur die Form der Bühne, sondern es können alle Video- und Lichteffekte ‒ wie später in der Realität ‒ simuliert werden. Und jede Szene, jede Bewegung der Künstler, jeder Auftritt, jeder Abgang kann exakt vorgeplant und filigran inszeniert werden. So wird das künstlerische und technische Konzept auf Herz und Nieren geprüft und am Ende die komplette Show durchgespielt.

Der erste Auftritt naht! Die Mischpulte mit den einprogrammierten Effekten und Scheinwerferpositionen werden eingepackt und in der Halle aufgebaut. Die Lampen werden einmal an die richtigen Positionen gesetzt. Nur wenige Korrekturen sind nötig! Die Show kann beginnen!

Text: Matthias Riecker | www.epicto.de


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