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14.11.2013 | Wirtschafts­zentrum = Kultur­hochburg?

Podiumsdiskussion als Warm-up zu Theater der Welt

Mannheim, 14. November. Mit einer Podiumsdiskussion im Rosengarten gaben die Macher und Verantwortlichen von Theater der Welt einen ersten Einblick in das Festival das nächstes Jahr im Mai in Mannheim startet. Neben Kurator Matthias Lilienthal, Burkhard C. Kosminski (Intendant Schauspiel Nationaltheater) und Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, diskutierten zudem Karin Heyl (Leiterin des Bereichs Kultur, Sport und Soziales bei der BASF) und der Generaldirektor der Reiss-Engelhorn-Museen Dr. Alfried Wieczorek zum Thema Kultursponsoring.

PodiumTdW

Nach der Begrüßung durch m:con-Geschäftsführer Johann W. Wagner, der deutlich machte, dass die Veranstaltung als kleines Warm-up für das Festival Theater der Welt verstanden werden sollte, führte Moderator Tobi Müller durch den Abend. Zunächst machte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz deutlich, dass eines der strategischen Ziele der Stadt Mannheim ist, eine der am stärksten wahrgenommenen Städte im Bereich Kultur und Kreativwirtschaft zu sein: „Wir wollen Stadtentwicklung mit Hilfe der Kultur und sehen Kultur gleichzeitig als Treiber von Stadtentwicklung.“

Die Stadt investiert in das Festival rund eine Million Euro. Geld, so Kurz, mit dem man den Standort stärken möchte. Eine These, die Karin Heyl von der BASF mit ihren Aussagen stützte: „Kultursponsoring muss als gesellschaftliches Engagement verstanden werden. Die Unterstützung von Theater ist keine Investition im klassischen Sinne, sondern eine in die Stabilität des Umfeld eines Unternehmens.

 

Theater als Spiegelbild des Alltags

Matthias Lilienthal machte deutlich, dass Theater sich auf das entsprechende Umfeld einlassen muss und dass die Besucher von Theater der Welt in Mannheim dies auch im nächsten Jahr erwarten können. Die starke Produktivität der Stadt werde bei den Inszenierungen eine große Rolle spielen. Es sei wichtig sich zu verdeutlichen, was für Menschen man vor sich habe und wie man diesen einen Blick auf die eigene Realität gewährt.

Burkhard C. Kosminski ging in diesem Zusammenhang noch einmal auf die kulturelle Teilhabe der Bürger ein: „Es wäre einfach sehr schön, wenn jeder Mannheimer spielt, schreibt, singt und tanzt. Wir haben derzeit rund 700 aktive Teilnehmer an der Bürgerbühne. So etwas kann eine Stadt auf Dauer verändern.“

Dr. Alfried Wieczorek lobt in diesem Zusammenhang auch die Wirtschaftsunternehmen der Region und machte deutlich, dass viele bereits seine kulturelle Herausforderungen gemeinsam anzugehen: „Wir wollen in die Breite der Gesellschaft hineinwirken und ohne Kultur kann man sich Soziales gar nicht denken.

Über eine Stunde waren die Podiumsteilnehmer im Gespräch miteinander, danach wurden noch Fragen aus dem Publikum beantwortet.

 


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